Acht Erwachungen


acht_erwachungen_800_1200Diese Geschichtensammlung trägt den Titel »Erwachungen«, könnte aber genauso gut »Begegnungen« heißen. Denn Begegnungen sind es, die das Erwachen der Ich-Erzählerin überhaupt erst möglich machen. Sie trifft auf David Bowie, und zwar nicht etwa backstage als Groupie, sondern vor der Wohnungstür, ihrer eigenen. Sie trifft auf einen bisexuellen Rabbiner, und zwar nicht in der Synagoge, sondern im Kreisverkehr bzw. völlig neben der Spur im Traditionshotel »Deutsche Eiche«. Sie trifft auf Richard Brautigan und der – bringt ihr Schießen bei und lüftet das Geheimnis des Romanschreibens. Sie möchte Weihnachten mit dem Mann ihres Lebens unter dem Kreuz des Südens verbringen, lässt sich aber auf ein Treffen mit ihrer Familie ein und errichtet unter dem Christbaum eine Haiku-Ambulanz. Sie möchte eine Freundin im Gefängnis besuchen, muss sich allerdings mit einer Bonbon lutschenden Großmutter im Bus begnügen. »Acht Erwachungen« erzählt von Begegnungen, die es nicht gerade leicht machen, aus ihnen schlau zu werden, geschweige denn, ungeschoren davon zu kommen. Einzige Alternative: Flucht in den Schlaf. Aber was, wenn das Erwachen surrealer als der Traum verläuft, und die Schnecken höher fliegen als die Schnaken? Oder war es umgekehrt?

 

Katja Huber – Acht Erwachungen. Fünf Erzählungen und ein Protokoll
begleitet von Katrin Schuster
25 Seiten, eBook-Originalausgabe, 1,99 Euro
978-3-95607-011-2

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